Seminar bei Kenzie Dysli

Heute gibt es mal etwas aus meinem Privatleben… Neben den Fotos gehört mein Herz ja den Pferden… Und mit meinem eigenen Herzenspferd habe ich vergangenes Wochenende einen “kleinen Ausflug” nach Speyer zu einem Seminar bei Kenzie Dysli gewagt. Wer den Film “Ostwind” kennt, hat auch Kenzies Pferd Atila bereits kennen gelernt. Was Santos und ich bei Kenzie erlebt haben und wie es war, Atila & Sasou live zu sehen, möchte ich Euch jetzt berichten! (Und wer zu faul zum Lesen ist, kann sich gerne das Video vom Verladen, Fotos und Kenzies Aufführung anschauen! Und entschuldigt die Handyfotos, aber ich habe ganz bewusst mal keine Kamera mitgenommen, um mich voll und ganz auf mein Pferd konzentrieren zu können.)

Hinter uns liegt jedenfalls ein wahnsinnig spannendes, aufregendes und lehrreiches Wochenende an dem ich mich nocheinmal neu in mein Pferd verliebt habe! Santos war in letzter Zeit ja nicht ganz so einfach – ich war dem Boden leider allzu oft näher als dem himmlischen Glück auf dem Rücken der Pferde 

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Als ich zusammen mit Vanessa am Freitag mein Pferdchen verlud, war ich mir jedenfalls nicht mehr sicher, ob das Ganze so eine gute Idee gewesen war – und bei der Ankunft in Speyer fühlte ich mich mehr als verrückter Exot denn je. Santos war mit Abstand das größte Pferd (keine weiteren Warmblüter) und ich der einzige Englischreiter. Als mir eine andere Teilnehmerin dann von einem gemütlichen Galopp mit Halsring, Halfter und Strick (und sonst nichts!) entgegen kam, fühlte ich mich endgültig deplatziert. Dem Seminarbeginn stand ich am nächsten Morgen also entsprechend skeptisch gegenüber… Da konnte auch das leckere Ben&Jerry’s Eis, dass Vanessa und ich mithilfe von Plastikgabeln “gelöffelt” hatten nichts mehr daran ändern…

Doch dann standen wir Kenzie gegenüber – und sie ist eine beeindruckende Persönlichkeit mit einer unglaublichen Ausstrahlung und Präsenz! Hier fühlte ich mich sofort gut aufgehoben. Sasou und Atila live zu sehen war wirklich einmalig! Sie waren etwas wild und voller Energie, da Kenzie schon länger nicht mehr mit ihnen trainiert hatte. Aber gerade das fand ich so spannend! Mit welcher Ruhe und Konsequenz Kenzie Fehler korrigierte und welchen Spaß die Pferde dabei hatten war atemberaubend!

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Nachdem Santos mir am ersten Seminartag vom Paddock sogar entgegen wieherte stand einem vielversprechenden Seminarstart auf jeden Fall nichts mehr im Wege! Und wie Santos sich dann bemüht hat! Er hat mich wirklich sprachlos gemacht. Irgendwie musste dieses Pferd wohl einfach zu mir finden…

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Auch wenn er Kenzie am Nachmittag durch die Halle fliegen ließ und für eine kleine Brandblase sorgte – er hat sich super angestellt! Ich glaube, wir haben nun noch etwas mehr zueinander gefunden. Dieses Wochenende war wirklich sehr intensiv und ich habe mein Pferd noch einmal von ein ganz anderen Seite kennen gelernt – und festgestellt, dass ich ihm am Boden wirklich in jeder Situation vertrauen kann. Ca. 100 Zuschauer, donnernder Applaus, Lautsprecher, Mikrofonstörgeräusche, fremde Pferde, eine neue Umgebung und er ist immer bei mir geblieben. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr die Freiarbeit mein Herz berührt hat. Er ist bei mir geblieben und aufgeblüht – in ihm steckt noch so viel mehr! Ich freue mich wahnsinnig darauf meinen Weg mit ihm weiter zu gehen. Auf uns warten noch viele Überraschungen, Freude und Leid, tolle Erlebnisse und Menschen – und ich kann es kaum erwarten. Danke Santos  Du bist vielleicht nicht das, was ich gesucht habe und du wirst mich auch zukünftig immer wieder vor neue Herausforderungen stellen, aber du bist genau das Richtige!

Danke an Kenzie und das tolle Team der Edition Boiselle – allen voran Susan, die mir meinen Aufenthalt noch einmal viiiiieeeel angenehmer gemacht hat! Es war ein unvergessliches Erlebnis!

Auch Dank Nicole mit ihrem Shiloh (die zweite Chaotentruppe neben mir und Santos – wir haben unsere Gruppen aufgemischt!) und Selina mit ihrer Mutter Simone und Shadow, der zum sprichwörtlichen Schatten wurde!

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PS: In Speyer ließ er sich übrigens wieder auf den ersten Anlauf alleine verladen, er hat überhaupt nicht mehr geschwitzt und auch beim Ausladen (ich war alleine…) auf dem stockdunklen, nur von der Handytaschenlampe erhellten Parkplatz ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen. Dieses Erlebnis hat uns auf jeden Fall noch einmal zusammen geschweißt!

Hier seht ihr das Gruppenfoto in Fotoqualität: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=915273321855402&id=130920410290701&substory_index=0

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